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Orthopädie

Lahmheitsdiagnostik

Zu unseren Schwerpunkten gehört die diagnostische und therapeutische Orthopädie. Grundlage der diagnostischen Orthopädie ist die ausführliche Lahmheitsuntersuchung. Dazu gehört das Vorführen des Patienten im Schritt und Trab auf der geraden und gebogenen Linie. Hierzu stehen uns sowohl eine überdachte Vortrabstrecke mit weichem und hartem Untergrund als auch die klinikeigene Reithalle zur Verfügung.

 


Die weiterführenden diagnostischen Injektionen (Anästhesien) erfolgen im Untersuchungsraum. Hierbei werden nacheinander, unten beginnend, gewisse Nervenbereiche der Gliedmaßen betäubt. Wenn das Betäubungsmittel dann nach ca. 10 Minuten seine volle Wirkung entfaltet hat, wird das Pferd erneut vorgetrabt. Dabei ist die unter der Betäubungsstelle liegende Region schmerzfrei. Wenn das Pferd keine Lahmheit mehr zeigt, weiß man, dass in dieser Region die Lahmheitsursache ihren Sitz hat. So können wir an einem Tag mehrere Injektionen vornehmen. Falls dabei der Schmerzbereich noch nicht eindeutig ermittelt werden konnte, können oft erst am nächsten Tag weitere Injektionen vorgenommen werden.

 

Zur weiteren Diagnosefindung werden Röntgenaufnahmen und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Röntgenaufnahmen müssen im allgemeinen in mehreren Ebenen angefertigt werden. Zur röntgenologischen Untersuchung stehen uns ein mobiles und ein stationäres digitales Röntgengerät zur Verfügung, deren Leistung ausreicht, um Hüftgelenks- und Rückenaufnahmen beim Pferd durchzuführen. Die Bilder werden Ihnen und Ihrem Haustierarzt per CD ausgehändigt, so dass diese zu Hause auf dem PC angeschaut werden können.

 

Durch Röntgen können Knochenstrukturveränderungen, nicht aber Weichteilveränderungen an den Sehnen oder am Gelenkknorpel festgestellt werden. Gegebenenfalls können Ultraschalluntersuchungen hier weiter helfen. Dazu befinden sich in unseren Diagnostikräumen modernste Ultraschallgeräte.

 

Falls mit diesen Methoden keine eindeutige Lahmheitsursache ermittelt werden kann, können die Pferde in unserer Klinik auch szintigrafisch untersucht werden. Hier wird schon seit Jahren in unserer nuklearmedizischen Abteilung die Szintigrafie (Link) erfolgreich durchgeführt.

 

An die Diagnosestellung schließt sich die Behandlung (therapeutische Orthopädie) zur Förderung der natürlichen Reparationsvorgänge an. Dieses beinhaltet die lokale und systemische Behandlung des Pferdes. Zur lokalen Behandlung bei Sehnen- und Gelenksdefekten werden in unserem Haus die IRAP-Behandlung (Link), die ACP-Therapie, die Stosswelle (Link), die Stammzelltherapie, die Behandlung mit Arthramid® und vieles mehr eingesetzt.

 

Bei schwerwiegenderen orthopädischen Problemen ist es teilweise notwendig, dass die Pferde zur Regeneration in der Klinik stationär aufgenommen werden müssen. Hierzu stehen uns neben den geräumigen hellen Klinikboxen auch Spezialboxen für Rehepatienten mit unterschiedlichen Böden oder der Schwinglifter (Link) für Pferde, deren Stehvermögen aus unterschiedlichen Gründen beeinträchtigt ist, zur Verfügung.

 

Neben der lokalen und systemischen Behandlung wird für Ihr Pferd weiterhin ein individuelles Bewegungsprogramm und eine Beschlagsempfehlung erarbeitet. Ein notwendiger Beschlag kann zusammen mit dem Huflehrschmied Stefan Becker entwickelt und nach telefonischer Rücksprache sofort durchgeführt werden.