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Magendrehung

Eine Magendrehung ist immer ein akuter Notfall. Bei Hunderassen mit einem hohen Brustkorb ist die Aufhängung des Magens im Bauchraum relativ lang. Nach einer Mahlzeit und spontaner Bewegung kann es aufgrund der Masseträgheit zu einer Drehung des Magens kommen, welche zu einem Verschluss des Magenein- und ausgangs führt. Verdauungsbedingte Gase führen zu einer starken Ausdehnung des Magens, die durch Druck auf den Brustkorb zu akutem Kreislaufversagen mit Todesfolge führen kann. Stetiges Erbrechen von Speichel mit starker Vergrößerung des Bauchumfangs sind immer verdächtige Anzeichen für eine Magendrehung. Eine Röntgenaufnahme bestätigt den Verdacht. Nach einer Abgasung mittels Kanüle und einer Kreislaufstabilisierung unter anderem durch Infusionen, muss eine sofortige operative Rückverlagerung und Fixierung des Magens erfolgen. Durch die Magendrehung kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen, die trotz gut überstandener Operation nach bis zu 10 Tagen zum spontanen Herztod führen können.