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Labordiagnostik

Geriatrischer Check up

Unsere Senioren unter den Patienten bedürfen einer besonderen Vorsorge. So sollte das Herz regelmäßig abgehört, die Zähne kontrolliert und das Blut auf Abweichungen der Laborparameter hin untersucht werden, welches im geriatrischen Profil erfolgt. Bei prädisponierten Rassen sollte eine Herzultraschalluntersuchung zur Altersroutineuntersuchung dazugehören.

 

 

Reiseerkrankungen

So schön das Reisen mit den Vierbeinern sein mag, birgt es auch Gefahren. Bei den vorkommenden Reiseerkrankungen handelt es sich vor allem um Blutparasiten oder Würmer, wie Babesien, Anaplasmen, Dirofilarien oder viele mehr. Informieren Sie sich also bitte, bevor Sie ihr Tier mit in den Urlaub nehmen, welche Vorsichtsmaßnahmen oder ggf. Entwurmungen oder Impfungen ratsam oder vorgeschrieben sind. Wenn Sie ein Tier aus dem Ausland aufgenommen haben oder planen eines aufzunehmen, holen sie den Rat Ihres Tierarztes ein, welche Erkrankungen in dem jeweiligen Ausland vorkommen können und dementsprechend getestet werden sollten. Viele Erkrankungen sind zu Infektionsbeginn noch therapierbar, verlaufen aber bei zu später Erkennung häufig tödlich.

 

 

Gentests

Heutzutage ist es möglich, Tiere auf bestimmte Gendefekte zu untersuchen. Der MDR-1 Defekt kann zu schwerwiegenden Medikamentenkomplikationen führen, weshalb es z.B. für altenglische Hütehunde oder deren Mischlinge sicherer ist, diesen Defekt auszuschließen. In Zuchten einiger Rassen werden bestimmte Gentests vorgeschrieben, um Träger des Defekts zu erkennen und von der Zucht auszuschließen. Auch Abstammungsnachweise können über die Untersuchung des Erbguts in den Blutzellen durchgeführt werden.

 

 

Diabetes

Diabetes mellitus, landläufig auch „Zuckerkrankheit“ genannt, ist eine Erkrankung, bei der entweder nicht genug oder kein Insulin mehr in der Bauchspeicheldrüse produziert wird (Typ-1 Diabetes) oder das produzierte Insulin an den Zellen im Körper nicht mehr erkannt wird und das Hormon seine Aufgabe damit nicht mehr erfüllen kann (Typ-2 Diabetes). Insulin führt bei einem gesunden Organismus dazu, dass Glucose in die Zellen geschleust und in Energie umgewandelt wird. Prädisponierend für einen erworbenen Diabetes mellitus ist vor allem Übergewicht durch falsche Ernährung. Therapeutisch muss hier eine Gewichtsreduktion angestrebt werden, durch die einige leichte Formen der Erkrankung ohne Medikamente reversibel sind. In anderen Fällen muss eine medikamentelle Gabe von Insulin angewandt werden. Durch Bauchspeicheldrüsenentzündungen kann es zu einem Verlust der insulinproduzierenden Zellen kommen, was in einem Diabetes Typ 1 resultiert, der mit Insulingabe behandelt wird.

 

 

Schilddrüsenerkrankungen

Die Störung der Schilddrüse ist eine recht häufige Erkrankung der alternden Tiere. Eine Unterfunktion ist vor allem beim Hund zu finden, die sich durch Lustlosigkeit, Gewichtszunahme, Hautprobleme oder Muskelerschlaffung bemerkbar macht. Bei Katzen dagegen zeigt sich fast ausschließlich eine Überfunktion der Schilddrüse im Alter, wodurch die Tiere trotz vermehrter Futteraufnahme Gewicht verlieren. Selten führt die Erkrankung im frühen Stadium schon zu Appetitlosigkeit oder Herzproblemen mit Hecheln mit geöffnetem Maul. Eine Therapie ist dringend erforderlich und kann mit Tabletten, Flüssigkeit oder Salbung erfolgen.

 

 

Infektionskrankheiten bei Hund und Katze

Gegen viele Infektionskrankheiten bei Hund, Katze und Kaninchen gibt es Impfstoffe. So wird eine Impfungen gegen folgende Erkrankungen empfohlen.

 

    • Das Parvovirus kann bei Hunden zu hochgradigen Magen-Darmerkrankungen führen, die bei ungeimpften Tieren tödlich enden können. Bei Katzen (hier Katzenseuche genannt) können Durchfälle auftreten. Hauptsächlich zerstört das Virus allerdings die Immunabwehr des Tieres, so dass im Verlauf schwerwiegende Sekundärinfektionen auftreten und zum Tod führen können.
    • Staupe: Bei der Staupeinfektion handelt es sich um eine virale Erkrankung, die auf Grund der guten Impfmoral in Deutschland seltener bei unseren Haustieren (Hund, Frettchen, Katze meist asymptomatisch) auftritt, die allerdings bei Wildtieren immer noch beobachtet wird. Dabei kann es zu Störungen des zentralen Nervensystems, der Pfotenballen und des Nasenspiegels sowie zu Entzündungen des Respirationstrakts oder des Verdauungstraktes kommen.
    • HCC ist eine selten vorkommende virale Infektion der Leber bei Hunden, die bei mildem Verlauf ebenfalls zu respiratorischen Symptomen führen kann.
    • Parainfluenza ist eine virale Komponente des Zwingerhustenkomplex. Durch die Impfung wird die klinische Ausprägung deutlich reduziert.
    • Leptospirose ist eine bakterielle Erkrankung, die im schlimmsten Fall zu Nieren- und Leberversagen, sowie zu Lungenblutungen führen und unbehandelt tödlich enden kann. Hunde können sich infizieren, wenn sie aus kontaminierten Pfützen oder anderen Wasserquellen trinken. Eine Übertragung auf den Menschen ist möglich.
    • Der Katzenschnupfenkomplex besteht aus unterschiedlichen bakteriellen und viralen Komponenten.

 

 

Allergien

Allergien sind ein zunehmendes Problem bei Hunden und Katzen. Sie können sich in unterschiedlicher Ausprägung und Form wie Juckreiz, Hautproblemen oder gastroenterologischen Beschwerden äußern. Häufig fallen zusätzlich entzündete Ohren oder wund geleckte Pfoten auf. Der Körper kann auf Umweltallergene (Atopie), auf Flohspeichel, Milben oder Futtermittel reagieren, wogegen unterschiedliche Behandlungsregimes angewendet werden können. Um zu ermitteln, welches Allergen der Auslöser der Erkrankung ist, muss ein Ausschluss aller anderen Allergene erfolgen.

 

 

Hyposensibilisierung

Bei Atopien (Allergie auf Umweltbestandteile), Flohspeichel- oder Milbenallergien kann eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Dabei wird dem Patienten eine abgeschwächte Form des Allergens gespritzt und die Menge, bzw. die Konzentration kontinuierlich gesteigert. Diese Methode verspricht eine deutliche Verbesserung der Symptome bei ca. 75% der jüngeren Tiere. Je älter das Tier, desto geringer die Erfolgschancen. Futtermittelallergien können so leider nicht behandelt werden. In diesen Fällen wird eine Ausschlussdiät durchgeführt.